Commit ed6d3226 authored by mmarkus1's avatar mmarkus1
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<teiHeader>
<fileDesc>
<titleStmt>
<title>Title</title>
</titleStmt>
<publicationStmt>
<p>Publication Information</p>
</publicationStmt>
<sourceDesc>
<p>Information about the source</p>
</sourceDesc>
</fileDesc>
</teiHeader>
<text>
<body>
<div xml:id="LIDO_foundations">
<div xml:lang="de">
<head n="1">Allgemeine Grundlagen</head>
<!-- Warum ist hier ein Seitenumbruch in der Printausgabe? -->
<div xml:id="what_is_LIDO">
<head n="2">Was ist LIDO?</head>
<!-- n="2" ist zwar die richtige Hierarchiebene für den Titel, aber in der Druckausgabe
ist diese Überschrift orange, sollte eigentlich fett und schwarz sein -->
<p rend="leading">Das international etablierte Standard-Datenformat für den
Austausch und die Weitergabe von Daten musealer Sammlungen heißt
<!-- Die blau gefärbten Links dürfen nicht Bold sein.--><ref
target="http://network.icom.museum/cidoc/working-groups/lido/what-is-lido/"
>LIDO = Lightweight Information Describing Objects</ref>. Es gewährleistet
die Bereitstellung von (Museums-) Objektinformationen in standardisierter Form.
LIDO wurde 2010 vom <ref target="http://network.icom.museum/cidoc/">Comité
International pour la Documentation (CIDOC)</ref> des Internationalen
Museumsrats (ICOM) publiziert und wird seither von der <ref
target="http://network.icom.museum/cidoc/working-groups/lido/">CIDOC LIDO
Working Group</ref> entwickelt und gepflegt. Die Spezifikation des Standards
finden Sie hier: <list>
<item>
<hi rend="bold">LIDO v1.0 XML Schema Definition:</hi><lb/>
<ref target="www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0.xsd"
>www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0.xsd</ref>
</item>
<item>
<hi rend="bold">LIDO v1.0 Specification Document:</hi><lb/>
<ref target="www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0-specification.pdf"
>www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0-specification.pdf</ref>
</item>
<item>
<hi rend="bold">LIDO v1.0 HTML Reference:</hi><lb/>
<ref
target="www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0-schema-listing.html"
>www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0-schema-listing.html</ref>
</item>
</list></p>
<p rend="leading">Die Ausgangslage und zukünftigen Herausforderungen lassen sich
wie folgt charakterisieren: Graphische Sammlungen erfassen Erschließungsdaten
zu ihren Objekten in der Regel mithilfe eines digitalen
Sammlungsmanagementsystems und strukturieren diese Informationen nach
hauseigenen Richtlinien. In einem digitalen Fachinformationssystem als
internetbasiertem Verbundkatalog sollen die Erschließungsdaten aus
unterschiedlichen graphischen Sammlungen möglichst gut gefunden, dargestellt
und verknüpft werden. Die lokalen Erschließungsdaten werden mit der
Weitergabe an das Graphikportal oder an beliebige andere Zielsysteme jeweils in
einen neuen Kontext gebracht und sind dort, wenn eine Homogenisierung
ausbleibt, inhaltlich stellenweise unverständlich oder im Rahmen der
Datenanzeige oder der Indexierung sogar falsch zugeordnet: Ursache dafür ist,
dass die lokalen Richtlinien zur Sammlungserschließung nur an wenigen Stellen
sammlungsübergreifend miteinander vereinbar sind. Die heterogene
Erfassungspraxis hat notwendig heterogene Ergebnisse in einem Verbundkatalog
zur Folge. Das zur Homogenisierung gewählte methodische Vorgehen umfasst <hi
rend="bold">die Verwendung des LIDO-Schemas und die Berücksichtigung der
Empfehlungen für die Datenerfassung im vorliegenden Handbuch</hi> in einem
definierten Mindestmaß. Je weiter die Standardisierungsbemühungen in den
einzelnen Sammlungen voranschreiten, desto größer sind die Effizienzgewinne für
die wissenschaftliche Recherche. Das vorliegende Handbuch dient dazu, diese
Standardisierungsleistung zu befördern, denn je einheitlicher, differenzierter
und strukturierter die Erschließungsdaten lokal angelegt werden, desto leichter
ist es auch, diese Daten später nach LIDO zu exportieren. Dies bedeutet nicht,
dass lokale Eigenheiten oder für besondere Fragestellungen relevante Spezifika
nicht weiter erfasst oder berücksichtigt werden sollen. Jedoch gibt es
Elemente, die in allen Sammlungen gleichermaßen erfasst werden. Diese bereits
bei der Erschließung standardkonform anzulegen, erleichtert wesentlich die
spätere Nutzung der Daten auch außerhalb der eigenen Sammlung.</p>
</div>
<div xml:id="guidlines_standards">
<head n="2">Auf welchen Standards basiert das vorliegende Handbuch?</head>
<p rend="leading">Dieses Handbuch berücksichtigt Standards und Regelwerke, die
sich zur Beschreibung von Objekten des kulturellen Erbes und für den
Datenaustausch etabliert haben. Besondere Bedeutung kommt den Standards zu, die
die Integration von Daten aus verschiedenen Kultursparten fördern und über die
mittels Linked Data-Techniken Wege zu semantischen Verknüpfungen eröffnet
werden können.</p>
<p rend="leading">Grundlage des Handbuchs ist das <ref
target="http://www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0-schema-listing.html"
>LIDO-Schema</ref> als Standard für die technische <hi rend="bold"
>Datenstruktur</hi>, in der die Daten ausgetauscht werden. Mit LIDO eng
verbundene und hier berücksichtigte und empfohlene Standards sind darüber
hinaus: <list>
<item> formale, abstrakte <hi rend="bold">Modelle</hi> als Bezugsrahmen für
die Datenintegration, insbesondere das <ref
target="http://www.cidoc-crm.org/">CIDOC Conceptual Reference Model
(CIDOC CRM)</ref> und die <ref
target="https://www.ifla.org/publications/functional-requirements-for-bibliographic-records"
>Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR)</ref>. </item>
<item> Regelwerke für den <hi rend="bold">Dateninhalt</hi>, die
Erschließungsrichtlinien umfassen, insbesondere die <ref
target="http://www.getty.edu/research/publications/electronic_publications/cdwa/index.html"
>Categories for the Description of Works of Art (CDWA)</ref> und <ref
target="https://cco.vrafoundation.org/index.php/">Cataloging Cultural
Objects: A Guide to Describing Cultural Works and Their Images
(CCO)</ref>. </item>
<item> kontrollierte Vokabulare für die <hi rend="bold">Datenwerte</hi>, wie
zum Beispiel der <ref
target="http://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/aat/">Art
&amp; Architecture Thesaurus (AAT)</ref> oder die <ref
target="https://portal.dnb.de/">Gemeinsame Normdatei (GND)</ref>.
</item>
</list>
</p>
<p>Das Austauschformat LIDO basiert weitgehend auf <ref
target="https://www.getty.edu/research/publications/electronic_publications/cdwa/cdwalite.pdf"
>CDWA Lite</ref>, dem XML-Schema der Categories for the Description of Works
of Art (CDWA). Die CDWA bilden ein Rahmenwerk für die Katalogisierung von
Objekten des Kulturerbes mit einem <ref
target="http://www.getty.edu/research/publications/electronic_publications/cdwa/categories.html"
>Kategorienschema</ref> und Erschließungsrichtlinien. Angelegt von der Art
Information Task Force in den frühen 1990er Jahren, wird CDWA heute vom Getty
Research Institute verwaltet und gepflegt. Einen Überblick über Geschichte und
Zweck der CDWA gibt das <ref
target="http://www.getty.edu/research/publications/electronic_publications/cdwa/introduction.html"
>einleitende Kapitel</ref> auf der Webseite des Standards. Die Cultural
Objects Name Authority (<ref
target="http://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/cona/index.html"
>CONA</ref>) ist eine Implementierung von CDWA.</p>
<p>LIDO integriert und erweitert CDWA Lite um Elemente des CIDOC Conceptual
Reference Model (CIDOC CRM), das seit 1996 von CIDOC entwickelt wird, 2006 zum
ISO-Standard für die Datenmodellierung im Kulturerbe-Bereich wurde und nun in
revidierter Form vorliegt (ISO 21127:2014). CIDOC CRM ist ein abstraktes,
objekt-orientiertes Modell, das einen Bezugsrahmen zur Zusammenführung und
Vereinheitlichung von Kulturinformationen schafft und unabhängig von einer
bestimmten Implementierung gültig ist. Als formale Ontologie definiert das
CIDOC CRM einen logischen Rahmen zur Formulierung gültiger Aussagen über
Kulturobjekte Ein Schlüsselkonzept des CIDOC CRM ist es, Aussagen über Objekte
an Ereignisse seiner Geschichte zu binden. Dieses ereigniszentrierte Vorgehen
ermöglicht es, Eigenschaften von Objekten mit Bezügen zu beteiligten Akteuren
oder Ort und Zeit präziser abzubilden. Es unterstützt dadurch das
(automatische) Aufdecken von Zusammenhängen zwischen ursprünglich verstreuten
Informationen und trägt so zur Kontextualisierung der Objekte bei. Das CIDOC
CRM gibt nicht den Inhalt der Dokumentation von Museumsobjekten vor, sondern
legt Regeln für die logische Verknüpfung von Informationen fest.</p>
<p>Als Inhaltsstandards sind vor allem die eng miteinander verwandten CDWA und
Cataloging Cultural Objects (CCO) herangezogen worden (s. o.). Die Empfehlungen
in CCO geben detaillierte Hinweise zur Erfassung für die in CDWA spezifizierten
Elemente zur Beschreibung kultureller Güter und sind ein wichtiges Vorbild für
das vorliegende Handbuch.</p>
<p>Außerdem wurde der vom Collections Trust entwickelte und vor allem im
angelsächsischen Raum verbreitete Museumsstandard <ref
target="https://collectionstrust.org.uk/spectrum/">Spectrum</ref>
berücksichtigt. Spectrum hat seinen Fokus auf dem Sammlungsmanagement und ist
primär durch die Definition von Arbeitsabläufen (procedures) strukturiert.
Diesen Abläufen sind sogenannte Informationseinheiten (units of information)
zugeordnet, die bei der LIDO-Spezifikation mit bedacht wurden und für die das
LIDO-Schema Mappings bereitstellt. Somit bilden neben CIDOC CRM die Standards
CDWA, CCO und Spectrum die Grundlage sowohl für die Auswahl der
Kern-Datenfelder als auch für die folgenden Erfassungstipps.</p>
<p>Alle diese Standards dienen der Vereinheitlichung und konsistenten Erfassung
von Daten und unterstützten damit die effiziente Suche und das verlässliche
Auffinden von Informationen (Information Retrieval). Sie dienen daher der
Verbesserung der Qualität von Datenbankabfragen hinsichtlich der Genauigkeit
und Vollständigkeit von Treffermengen. Auf diese Weise wird es erleichtert,
Daten auszuwerten, zu teilen und Redundanzen bei der Datenerfassung zu
vermeiden.</p>
<p>Graphische Sammlungen gibt es nicht nur in Museen, sondern auch in
Bibliotheken, Archiven, Forschungsinstituten und anderen Kulturerbe-Einrichtungen.
Die Druckgraphik weist viele Eigenschaften auf, die typischerweise auch für
Bibliotheksbestände zutreffen und denen daher auch die
bibliothekarischen Referenzmodelle Rechnung tragen. Zwischen 1991 und 1997
entwickelte eine internationale Studiengruppe ein Entity-Relationship-Modell
(ER-Modell) für nutzungsorientierte Anforderungen an bibliografische
Datensätze, das als Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR)
1998 erstmals veröffentlicht wurde. FRBR sollte in bibliographischen Daten die
verbesserte Verknüpfung von Informationen zum Werk, zu seinen unterschiedlichen
Bearbeitungen und Ausgaben und den dazu jeweils vorhandenen Exemplaren
gewährleisten, um den Nutzenden einen systematischeren Zugang zu den
verschiedenen Ressourcen zu einem Werk zu ermöglichen. Das FRBR <hi
rend="sub">ER</hi>-Modell
bildet die konzeptuelle Grundlage der bibliothekarischen Regelwerke, und es
wurde auch in das neue, 2017 verabschiedete Library Reference Model (LRM)
übernommen. Das objekt-orientierte CIDOC CRM wird zunehmend als Standard für
die Dokumentation im musealen Bereich anerkannt. Beide Modelle wurden
unabhängig voneinander entwickelt. Doch die Forschung benötigt
Informationszugänge, die überkommene Unterschiede von Kultursparten wie
Bibliotheken und Museen überwinden helfen. Und auch Portale, die das kulturelle
Erbe verschiedener Sparten aggregieren und zugänglich machen, benötigen Daten,
die Zusammenhänge über fachspezifische Dokumentationskonventionen hinweg
offenlegen.</p>
<p>Dieses Desiderat bildete den Ausgangspunkt für die Entwicklung eines
gemeinsamen objekt-orientierten Referenzmodells, das unter dem Titel <ref
target="https://www.ifla.org/publications/node/11240">Definition of FRBR<hi
rend="sub">oo</hi> – A Conceptual Model for Bibliographic Information in
Object-Oriented Formalism</ref> 2009 veröffentlicht wurde. Es ist eine
Ontologie, die es ermöglichen soll, die Strukturen von bibliografischen
Informationen und Informationen über Museumsobjekte zu harmonisieren und
interoperabel zu machen. Es integriert und erweitert die Modelle FRBR<hi
rend="sub">ER</hi> und seine Ergänzungen Functional Requirements for
Authority Data (FRAD) und Functional Requirements for Subject Authority Data
(FRSAD). FRBR<hi rend="sub">oo</hi> erbt eine Reihe von Eigenschaften seiner
„Eltern“: Vom FRBR<hi rend="sub">ER</hi>- Modell übernimmt es die
Unterscheidung zwischen verschiedenen Stufen der Realisierung eines
Sammlungsobjekts – von der ersten noch abstrakten Idee bis hin zur Produktion
eines bestimmten (Buch-) Exemplars. Vom CIDOC CRM adaptiert es die
ereignisorientierte Perspektive. FRBR<hi rend="sub">oo</hi> diente als
Ausgangspunkt für die Erarbeitung der dem Graphikportal zugrunde liegenden
Datenstruktur.</p>
<p>Wie der überwiegende Teil der in Bibliotheken nachgewiesenen Publikationen
handelt es sich bei der Druckgraphik um Auflagenwerke. Wie bei textlichen
Druckwerken lassen sich daher Informationen zum Werk – hier definiert als
intellektuell-künstlerische Schöpfung –, zum Druckzustand, zur gedruckten
Ausgabe und zum Einzelblatt unterscheiden. Die Gruppierung der erfassten
Informationen gemäß dem FRBR-Modell führt zu einer klareren Strukturierung und
damit verbesserten Verknüpfbarkeit. Vor allem bestandsübergreifende Suchen
erzielen bessere Ergebnisse, weil verteilt aufbewahrte Blätter eines Werks,
Druckzustands oder einer Druckausgabe zusammen gefunden werden können, ohne
dass bei der Erschließung eine faktische Referenz auf die Blätter in anderen
Sammlungen erfolgen muss. In der etablierten Katalogisierung von
Druckgraphiksammlungen ist dies mit der üblichen Praxis, eine
Werkverzeichnisnummer anzugeben, schon angelegt.</p>
<p>Alle auf den genannten Standards basierenden, in diesem Handbuch
veröffentlichten Empfehlungen sollen Ihnen Orientierung bei Ihren Entscheidungen geben, wenn Sie <list>
<item>die Struktur Ihrer lokalen Datenbank festlegen.</item>
<item>interne Schreibregeln verfassen und dabei die Erfordernisse der Datenpublikation
bereits bei der Erschließung berücksichtigen
wollen.</item>
<item>Werke in Ihrer Sammlung digital erschließen.</item>
<item>einen Datenexport planen.</item>
</list></p>
</div>
<div>
<head n="2">Prinzipien von LIDO</head>
<!-- n="2" ist zwar die richtige Hierarchiebene für den Titel, aber in der Druckausgabe
ist diese Überschrift orange, sollte eigentlich fett und schwarz sein -->
<head n="3">Grundlagen der LIDO-Struktur</head>
<!-- n="3" ist zu groß im Vergleich zu n="2" im Print -->
<p rend="leading">LIDO gliedert Informationen über Objekte des kulturellen Erbes
in insgesamt sieben verschiedene Informationsgruppen. Diese Gruppen können
weitere Untergruppen enthalten. Vier dieser Gruppen enthalten deskriptive
Metadaten, drei weitere Gruppen enthalten administrative Metadaten.</p>
<p rend="leading">Deskriptiv: <list>
<item>Object Classification</item>
<item>Object Identification</item>
<item>Events</item>
<item>Object Relation</item>
</list>
</p>
<p rend="leading">Administrativ: <list>
<item>Rights Work</item>
<item>Record</item>
<item>Resource</item>
</list>
</p>
<p rend="leading">Die Reihenfolge, in der die Informationen in einem
LIDO-XML-Datensatz angezeigt werden, ist damit strikt festgelegt. Die Abfolge
der Datenfelder im vorliegenden Handbuch richtet sich ebenfalls nach diesem
LIDO-Schema und ist daher in entsprechende Informationsblöcke aufgeteilt. Diese
Struktur weicht in Teilen stark von der Reihenfolge ab, in der Informationen
üblicherweise im musealen Kontext angegeben werden, wie beispielsweise
Künstler*in/Hersteller*in, Titel, Technik, Jahr. Damit dieses Handbuch ein
geeignetes Werkzeug in der Vorbereitung von Datenexporten im LIDO-XML-Format
sein kann, ist es jedoch notwendig, seine Gliederung am LIDO-Zielformat
auszurichten.</p>
<p rend="leading">Die Informationsblöcke in diesem Handbuch sind: <list>
<item>Identifier</item>
<item>Objektklassifikation</item>
<item>Objektidentifikation</item>
<item>Entstehungsereignis</item>
<item>Publikationsereignis</item>
<item>Ausstellungsereignis</item>
<item>Provenienz</item>
<item>Thema/Bildinhalt</item>
<item>Beziehungen zu anderen Objekten</item>
<item>Rechte am Werk</item>
<item>Informationen zum Datensatz</item>
<item>Digitale Abbildungen</item>
</list>
</p>
<p rend="leading">Einige Informationen, die möglicherweise in der
Erfassungsdatenbank in einem Feld zusammengefasst sind, werden im Sinne einer
Präzisierung der Information in LIDO auf mehrere Elemente aufgeteilt oder mit
verschiedenen Attributen versehen. Dies führt dazu, dass an einigen Stellen
Informationen zu Gruppen geordnet wurden. Zum Beispiel gehört zur Gruppe <ref
target="#creation_person_group">Person/Personengruppe</ref> der Identifier
(ID) der Person oder Gruppe (Organisation, Familie) aus einer Normdatei, der
Name, die Lebens- oder Nachweisdaten, die Rolle im entsprechenden Ereignis und
Hinweise zur Zuschreibung. Die meisten dieser Informationen werden
üblicherweise im lokalen Datenbanksystem in einem Personen- oder
Körperschaftsmodul verwaltet und können auch für die Anzeige in einer
übergreifenden Portalanwendung wieder in einem Feld zusammen ausgegeben werden
(vgl. hierzu den Abschnitt <ref target="#search_retrieval_optimization"
>Optimierung für die Suche und Anzeige</ref>).</p>
<p rend="leading">Zwei Elemente sind besonders wichtig und enthalten
dementsprechend zahlreiche mögliche Unterelemente: <list type="ordered">
<!-- Wenn der type=ordered für Listen verwendet wird, ist jeweils nur die erste Zeile pro Punkt eingerückt.
Achtung: Hier sollten in der Print-Version zur Gliederung der Aufzählung eigentlich Zahlen ausgegeben werden, es sind aber orange Pfeile.-->
<item>Das <hi rend="bold">Event Set</hi>. Es dient der Beschreibung einzelner Ereignisse in der
Objektgeschichte. Typische Informationen, die hier dargestellt werden,
sind: <list type="ordered">
<item>Event Type: Art des Ereignisses, z. B. Entwurf, Herstellung der
Druckform, Herstellung des Exemplars, Publikation, Ausstellung
etc.</item>
<item>Event Actor: Nennung der am Ereignis beteiligten
Person(en)</item>
<item>Event Date: Datum des Ereignisses</item>
<item>Event Place: Ort, an dem das Ereignis stattgefunden hat</item>
<item>Materials / Technique: Nennung der beim Ereignis verwendeten
Materialien und Techniken, z. B. Papier, Kupferstich</item>
</list>
</item>
<item>Das <hi rend="bold">Subject Set</hi>: Es dient zur Nennung aller dargestellten Inhalte, wie
dargestellte Person (Subject Actor Set = z. B. Martin Luther),
historisches Ereignis (Subject Event Set = z. B. Krönung Napoleons) oder
The- ma (Subject Concept = z. B. Marienkrönung)</item>
</list>
</p>
<p rend="leading">LIDO organisiert Informationen in Sets. Ein Set kann durch ein
Typ-Attribut spezifiziert werden. Sets können mehrfach wiederholt werden. Sets
mit Informationen derselben Art werden in einen Umschlag (= Wrapper) gesteckt.
Die Umschlagelemente dienen dazu, den Dateninhalt sinnvoll zu
strukturieren.</p>
<!-- Beispiel für ein Bild -->
<p rend="leading">
<figure>
<graphic url="../img/rembrandt.jpg"/>
<figDesc>Rembrandt van Rijn, Christus heilt die Kranken (Das
Hundertguldenblatt), Radierung, um 1646– um 1650, Amsterdam, Rijksmuseum,
Inv. Nr. RP-P-OB-602</figDesc>
</figure>
</p>
<!-- Beispiel für die Darstellung von XML -->
<p rend="code"> &lt; <hi rend="bold">lido:titleWrap</hi>&gt; &lt;lido:titleSet
lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300417200"&gt;
&lt;lido:appellationValue&gt; <hi rend="bold">Christus heilt die Kranken</hi>
&lt;/lido:appellationValue&gt; &lt;/lido:titleSet&gt; &lt;lido:titleSet
lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300417204"&gt;
&lt;lido:appellationValue&gt;<hi rend="bold">Das
Hundertguldenblatt</hi>&lt;/lido:appellationValue&gt; &lt;/lido:titleSet&gt;
&lt;<hi rend="bold">/lido:titleWrap</hi>&gt; </p>
<p rend="leading">Das Beispiel oben zeigt, wie unterschiedliche Titel eines Werks
jeweils in einem Set abgelegt werden. Das Typ-Attribut kennzeichnet jeweils die
Art des Titels. Der Umschlag klammert die Gruppe der Titel-Sets.</p>
<p rend="code"> &lt;<hi rend="bold">lido:titleWrap</hi>&gt; &lt;lido:titleSet&gt;
&lt;lido:appellationValue xml:lang="nl"&gt;<hi rend="bold">De
Honderdguldenprent</hi>&lt;/lido:appellationValue&gt; &lt;lido:appellationValue
xml:lang="en"&gt;<hi rend="bold">Hundred Guilder print</hi>&lt;/lido:appellationValue&gt;
&lt;lido:appellationValue xml:lang="de"&gt;<hi rend="bold">Das
Hundertguldenblatt</hi>&lt;/lido:appellationValue&gt; &lt;/lido:titleSet&gt;
&lt;<hi rend="bold">/lido:titleWrap</hi>&gt; </p>
<p rend="leading">Das Beispiel zeigt die Kennzeichnung von Sprachvarianten des
Titels mithilfe des Attributs xml:lang, das innerhalb des Titel-Sets dem
jeweiligen Titel zugeordnet wird. Das Sprachattribut kann dazu verwendet
werden, den Titel des Werks gemäß der gewählten Sprache in einer
Portaloberfläche anzuzeigen. In einem Online-Katalog, der das Werk mit
englischen Metadaten beschreibt, würde nur der englische Titel angezeigt, wobei
die Sprachvarianten eines Titels auch für die Suche zur Verfügung stehen.</p>
<p rend="leading">Ein LIDO-Datensatz soll in sich vollständig sein. Das heißt,
wenn ein LIDO-Datensatz Teil einer umfassenderen Datenlieferung ist, sollte
er auch dann noch verständlich sein, wenn im Extremfall alle anderen Datensätze
verschwunden sind.</p>
</div>
<div>
<head n="3">Erschließungsebenen</head>
<p rend="leading">Ein wesentliches Grundprinzip des LIDO-XML-Schemas ist – in Übereinstimmung mit der Ereignisbasiertheit des CIDOC CRM – die Zuordnung
einzelner Informationen zu Ereignissen, die einem Objekt widerfahren
können. Diese können je nach Art des im Datensatz beschriebenen Objekts
sehr unterschiedlich sein. Bei unikalen Werken, wie Zeichnungen,
gibt es in der Regel nur ein zentrales Ereignis, das zur Entstehung des
Objekts geführt hat. Eine Künstlerin oder ein Künstler hat an einem Ort zu
einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum unter
Verwendung ausgewählter Materialien und Techniken ein Werk geschaffen.
Bei Werken, die mit dem Ziel der druckgraphischen Vervielfältigung
hergestellt worden sind, sollten jedoch mehrere Ebenen voneinander unterschieden
werden:</p>
<list type="ordered">
<item>Auf einer konzeptuellen Ebene (= Complex Work) werden alle Eigenschaften
beschrieben, die auf alle Abzüge zutreffen, die von derselben
Druckform stammen. Diese Informationen entsprechen üblicherweise
den Einträgen in Werkverzeichnissen. Dazu zählen der Name von Inventor*in, Stecher*in oder Holzschneider*in, außerdem der Titel
und die Technik des Werks.</item>
<item>Auf einer weiteren konzeptuellen Ebene (= Individual Work) werden
alle Eigenschaften erfasst, die nur für Abzüge eines bestimmten Bearbeitungszustands
einer Druckform gelten. Dass es diesen Bearbeitungszustand
gegeben hat, ist oft nur bekannt, weil es Abzüge davon
gibt. Es gibt keinen realen Gegenstand mehr, der diesem entspräche.</item>
<item>Auf der konkreten Ebene des in der Sammlung aufbewahrten Exemplars
(= Item) sind alle Informationen anzusiedeln, die sich ausschließlich
auf dieses eine Blatt beziehen. Dazu gehört zum Beispiel
die Inventarnummer, das Wasserzeichen im Papier, der Erhaltungszustand,
Sammlermarken oder einzelne Bezeichnungen, die sich auf
dem Abzug befinden, wie nachträglich von Künstler*in oder Sammler*
in handschriftlich aufgebrachte Hinweise.</item>
<item>Die Druckform selbst sollte nur dann beschrieben werden, wenn sie
als physisches Objekt tatsächlich erhalten ist und eindeutig referenziert
werden kann. Dann kann sie auch über die konzeptuelle Ebene
(s. 1) mit den Datensätzen zu den Abzügen in der eigenen Sammlung
verlinkt werden, die von dieser Druckform hergestellt wurden.</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe die Leerzeile, obwohl der folgende Absatz mit rend=leading beginnt -->
<p rend="leading">Alle diese Informationen sollten in verschiedenen, nach diesen Ebenen
differenzierten Datenfeldern erfasst werden. Ist man sich der Unterscheidung
nach konzeptuellen und konkreten Ebenen bewusst, so trägt das
dazu bei, die Organisation von Informationen in einem sammlungsübergreifenden
Portal zu erleichtern und nach bestimmten Kriterien zusammengehörige
Objekte auch zusammen präsentieren zu können. Zum Beispiel
werden im Graphikportal eindeutige Identifier auf der Werkebene
– Werkverzeichnisnummern oder Werknormdaten – dazu verwendet, alle
Abzüge von derselben Druckform in einem Suchergebnis zusammenzuführen.
Ebenso wäre es möglich, alle Abzüge desselben Bearbeitungszustands
in einem Suchergebnis zusammenzuführen, wenn alle datenliefernden
Sammlungen diese Zustände gleich bezeichnen, beispielsweise
mit Bartsch VII.114.107 (I).</p>
<!-- Der folgende Absatz sollte eigentlich nur eingerückt sein, folgt in der Printausgabe jedoch einer Leerzeile.-->
<p>Die genannte Unterscheidung der Ebenen der Beschreibung ließe
sich außerdem dazu nutzen, dass ausschließlich Informationen auf Werkebene,
die auf alle Abzüge einer Druckform zutreffen, zum Datenexport
aus dem Portal freigeschaltet werden. Mit der Nachnutzung dieser Informationen
ließen sich in der Datenerfassung wesentliche Ressourcen
sparen, da Daten zur selben Druckgraphik nicht mehrfach erfasst werden
müssten. Um die notwendigen Voraussetzungen für optimale Recherche-
Ergebnisse zu schaffen, werden im Rahmen des Graphikportals
zwei theoretische Ansätze miteinander vereint, die Unterscheidung der
Werkebenen einerseits und die aus dem CIDOC CRM abgeleitete ereignisbasierte
Informationsstruktur andererseits. Wie bereits erwähnt, leistet das Referenzmodell FRBRoo diese Harmonisierung und bildet damit die
Grundlage für die Entwicklung des Portals. Das hat dazu geführt, dass
die im Folgenden eingeführten Arten von Ereignissen (= Event Types), die
zur Herstellung der in den Sammlungen aufbewahrten druckgraphischen
Abzüge geführt haben, eng an das FRBRoo-Modell angelehnt sind.</p>
<p rend="leading">Diese sind für die Druckgraphik:</p>
<!-- Hier steht in der Printausgabe eine Leerzeile vor der Tabelle, die soll da nicht hin -->
<list>
<item>Idee = Work conception</item>
<item>Herstellung der Druckform = Expression creation</item>
<item>Herstellung des Exemplars = Carrier production</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe die Leerzeile, obwohl der folgende Absatz mit rend=leading beginnt -->
<p rend="leading">Sollte es nicht möglich sein, eine Information zur Herstellung konkret einer
dieser drei Ebenen zuzuweisen, wird als übergeordneter Ereignistyp
verwendet:</p>
<!-- Hier steht in der Printausgabe eine Leerzeile vor der Tabelle, die soll da nicht hin -->
<list>
<item>Entstehung = Beginning of existence</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe die Leerzeile, obwohl der folgende Absatz mit rend=leading beginnt -->
<p rend="leading">Für unikale Werke wie Zeichnungen sind diese Ebenen hingegen nicht
unterscheidbar, als Ereignistyp zu verwenden ist:</p>
<!-- Hier steht in der Printausgabe eine Leerzeile vor der Tabelle, die soll da nicht hin -->
<list>
<item>Herstellung = Production</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe die Leerzeile, obwohl der folgende Absatz mit rend=leading beginnt -->
<p rend="leading">Darüber hinaus relevant ist:</p>
<!-- Hier steht in der Printausgabe eine Leerzeile vor der Tabelle, die soll da nicht hin -->
<list>
<item>Publikation = Publication</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe die Leerzeile, obwohl der folgende Absatz mit rend=leading beginnt -->
<p rend="leading">Im Rahmen der Erfassung sollte man sich stets darum bemühen, Informationen
zu beteiligten Akteuren, deren Rolle im Kontext des Ereignisses,
sowie Ort und Datum dem jeweiligen konkreten Ereignis zuzuweisen.
Denn je präziser die erfassten Informationen sind, desto genauer werden
die Recherche-Ergebnisse für die Nutzung. Falls für die Druckgraphik
eine konkrete Zuordnung der Informationen zur geistigen Schöpfung /
Idee (= invenit oder delineavit), zur Herstellung der Druckform (= incisit
oder fecit), zur Herstellung des in der Sammlung befindlichen Abzugs
(= impressit) oder aber zur Publikation (= excudit) möglich ist, sollten separate
Ereignisse angelegt werden. Weiterhin gibt es Ereignisse, welche
die Auftragsvergabe, Modifikation, Ausstellung, Restaurierung oder gar
Zerstörung eines Objekts betreffen.</p>
<!-- Der folgende Absatz sollte eigentlich nur eingerückt sein, folgt in der Printausgabe jedoch einer Leerzeile.-->
<p>Kann keine verlässliche Zuordnung zu einem der oben erläuterten
Ereignistypen getroffen werden, bleibt dieser mit folgender Angabe
unspezifiziert:</p>
<list>
<item>Ohne Typzuordnung = Unspecified event</item>
</list>
</div>
<div>
<head n="3">Mehrsprachigkeit</head>
<p rend="leading">LIDO unterstützt die Mehrsprachigkeit von Erschließungsinformationen
auf zwei verschiedene Arten:</p>
<list>
<!-- Einrückung pro Abschnitt fehlt.-->
<item>Übersetzungen von einzelnen Datenfeldern: Wenn eine Information in
einem einzelnen Datenfeld in mehreren Sprachen erfasst wurde, kann
das entsprechende LIDO-Element, in dem diese Information ausgegeben
wird, unter Ergänzung des jeweilige Sprachattributs wiederholt
werden. Ein typischer Fall ist z. B., dass ein Titel als Originaltitel etwa
in Latein und zusätzlich in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Dann
wird nur das Titelelement wiederholt.</item>
<item>vollständig mehrsprachige Erfassung: Wenn in einem lokalen System
die vollständige Information zu einem Objekt in zwei (oder mehreren)
Sprachen vorliegt, kann auch der LIDO-Datensatz in zwei (oder
mehreren) separaten Strukturelementen für die deskriptiven Daten
geliefert und im Portal ausgegeben werden. Dafür müssen sowohl das
gesamte Descriptive Metadata Set als auch das gesamte Administrative
Metadata Set pro Sprache vollständig wiederholt und jeweils mit
dem entsprechenden Sprachattribut versehen werden. Dies hat zur
Folge, dass bei der Sprachumschaltung der Portaloberfläche die in der
ausgewählten Sprache vorliegenden Objektinformationen bevorzugt
angezeigt werden.</item>
</list>
<!-- Hier fehlt in der Printausgabe der Beginn eines neuen Abschnitts, der Text läuft fort -->
<p>Grundsätzlich ist die Angabe der Sprache, in welcher die Daten geliefert
werden, auf den Ebenen von Descriptive Metadata Set und Administrative
Metadata Set über das Sprachattribut Pflicht.</p>
</div>
<div> <head n="3">Wohlgeformtheit und Validität</head>
<p rend="leading">Die Abkürzung XML steht für Extensible Markup Language, zu Deutsch
„Erweiterbare Auszeichnungssprache“. XML-Daten bestehen aus XML-Elementen
(auch Tags) und den darin enthaltenen Informationen, den Elementinhalten.
XML-Elemente sind ineinander verschachtelbar, so dass
eine hierarchische Struktur aufgebaut werden kann. Die Erweiterbarkeit
von XML ermöglicht die Definition eigener Elemente und Regeln, mit deren
Hilfe die Elementinhalte markiert werden können. Die Markierung
kann je nach Kontext semantischer, typographischer oder auch datentechnischer
Natur sein. Ein XML-Dokument ist sowohl von Menschen als
auch von Maschinen lesbar. Die Speicherung als Text erlaubt einen software-
und plattformunabhängigen Zugriff auf XML-Dokumente, die von
vielen modernen Programmiersprachen verarbeitet, ausgewertet und
modifiziert werden können. In Hinblick auf die Datenqualität ist die Möglichkeit
der Validierung sehr wertvoll. Bei Vorliegen eines XML Schemas,
das die gewünschte Struktur der XML-Daten definiert, kann mit Hilfe eines
XML-Validators geprüft werden, ob die Daten schemakonform sind. Bevor
ein Metadatenexport in LIDO-XML bereitgestellt wird, sollte er gegen das <ref target="www.lido-schema.org/schema/v1.0/lido-v1.0.xsd"
> LIDO-XML-Schema</ref>
auf seine <hi rend="bold">Wohlgeformtheit</hi> und <hi rend="bold">Validität</hi> hin geprüft
werden.</p>
<p>Die Struktur eines XML-Dokuments ist dann wohlgeformt, wenn sie
nach den syntaktischen Vorgaben der XML-Beschreibungssprache aufgebaut
ist. Eine einfache und allgemein bekannte Syntaxregel besagt,
dass XML-Elemente paarig sein müssen, dass also auf ein Start-Tag (z. B.
&lt;lido:lido&gt; ein entsprechendes End-Tag (z. B. &lt;/lido:lido&gt;) folgen muss.
Die Wohlgeformtheit eines XML-Dokuments lässt sich mit allen XML-Editoren
überprüfen.</p>
<p>Die syntaktischen Regeln von XML können mit Hilfe eines XML-Schemas (engl. XML Schema Definition, kurz XSD)
erweitert werden. Die Regeln in XML-Schemata können beispielsweise die Reihenfolge
der Elemente vorschreiben und außerdem ihre Attribute und Inhalte festlegen.
Die Überprüfung, ob ein XML-Dokument nach den Regeln eines XML-Schemas aufgebaut ist, nennt man Validierung.</p>
<p>Für das LIDO-Format gibt es ein XML-Schema, das in Hinblick auf den
Datenaustausch eine erhebliche Erleichterung bietet. Mit Hilfe des LIDO-XML-
Schemas kann das LIDO-XML-Dokument validiert und somit überprüft
werden, ob es regelkonform aufgebaut ist. Auf diese Weise lassen
sich sehr leicht die strukturellen Fehler in einem LIDO-Export lokalisieren.
Um ein LIDO-XML-Dokument zu validieren, muss das LIDO-XML-Schema
mit dem LIDO-XML-Dokument verknüpft werden. Dazu muss das Wurzelelement
des Dokuments (lido:lidoWrap) wie folgt aussehen:</p>
<p rend="code"> &lt;lido:lidoWrap xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:html
="http://www.w3.org/1999/xhtml" xmlns:lido="http://www.lido-schema.